Die Sparkasse Bayreuth ist seit fast 200 Jahren ein Teil der Geschichte Bayreuths. Sie wurde 1823 als wohltätige „Ersparniß-Cassa“ gegründet und ist heute ein modernes Kreditinstitut und der größte Finanzdienstleister in der Region.

Was die wenigsten Bayreuther heute noch wissen: Die damalige „Städtische Sparkasse Bayreuth“ unterhielt schon 1964 eine Zweigstelle am Luitpoldplatz. Sie war im Gebäude mit der Hausnummer 14 beheimatet, dort findet man heute die Rathaus-Apotheke. Das Hauptstellengebäude befand sich zu dieser Zeit noch in der Maxstraße 62.

„Zweigstelle 4“ am Luitpoldplatz 14, Eröffnung 1964

Mitte der 1960er Jahre beschlossen die Verantwortlichen den Neubau einer Hauptstelle am Luitpoldplatz.  Das durch den Krieg bis auf das Erdgeschoss zerstörte Reitzenstein-Palais sollte dafür abgerissen werden, Baubeginn war im Juni 1966. Direkt daneben entstand wenig später das Neue Rathaus.

Die Überreste des Reitzenstein-Palais Mitte der 1960er Jahre

Die feierliche Eröffnung des Gebäudes fand schließlich am 28. Oktober 1968 statt. Die „Städtische Sparkasse Bayreuth“ wies damals eine Bilanzsumme von 202 Millionen Deutschen Mark (DM) aus. Die Notwendigkeit des Neubaus war am deutlichsten daran erkennbar, dass die Bilanzsumme in den nur 15 Jahren seit 1953 um das Siebenfache gewachsen war. Einer der Gründe hierfür war der nach dem Krieg vorherrschende Bauboom. So finanzierte die Sparkasse zwischen 1948 und 1968 in der Stadt Bayreuth mehr Wohnungen mit, als im 2. Weltkrieg zerstört wurden.

Das Gebäude Luitpoldplatz 11 zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Im Laufe der nächsten Jahrzehnte wurde das Haus am Luitpoldplatz 11, der Fusion im Jahr 2001, einer fortwährenden Expansion und den technischen Entwicklungen geschuldet, immer wieder modernisiert und erweitert. So erhielt das Gebäude 1983 ein drittes Stockwerk, das Aufenthalts- und Vortragsräume bot. 1993 wurden das Selbstbedienungsfoyer sowie auf der Seite Richtung Graserschule ein Anbau mit Beratungszimmern ergänzt. Letzterer, wegen seiner geschwungenen Form auch „Harfe“ genannt, wurde von vorbeilaufenden Passanten wegen seiner verspiegelten Fensterfronten immer wieder gerne genutzt, um Kleidung oder Frisur zu richten.

Die Glasfassade der „Harfe“ – gern genutzt zum Richten von Kleidung und Frisur, „Foto mit Genehmigung Tobias Köpplinger, Nordbayerischer Kurier“

Im Februar 2013, die Bilanzsumme lag inzwischen bei über 2 Milliarden Euro und die Sparkasse beschäftigte 570 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, beschlossen Vorstand und Verwaltungsrat den Abriss des ehemaligen Hauptstellengebäudes der Stadtsparkasse. Nach einem Expertengutachten wäre eine erneute Modernisierung des Gebäudes in Verbindung mit den notwendigen Maßnahmen zur Brandschutzoptimierung und der erforderlichen statischen Baumaßnahmen genauso teuer gekommen wie ein Abriss und ein Neubau. So blieb unter wirtschaftlichen Aspekten keine andere Wahl.

Wie sich die Bilder ähneln: Die Baustelle Luitpoldplatz 11 im Jahr 1966 und, fast 50 Jahre später, 2015

Das alte Gebäude wurde im November 2013 geschlossen, der Abriss begann im September 2014. Am 24. April 2015 fand die Grundsteinlegung für das neue Kundenhaus statt, die Fertigstellung ist für den Dezember 2016 geplant.

So sieht der Planungsentwurf für das neue Kundenhaus aus. Die Sandsteinfassade harmoniert mit den Gebäuden Richtung Opernhaus.

 
 
 
 
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